Rechtenbach und die Jugend der Welt
Predigt am Faschingssonntag 2005 in Rechtenbach
5. Sonntag im Jahreskreis
Lesung: 1Kor 2, 1-5 / Evangelium: Mt 5, 13-16

 

So mancher langt sich an den Kopf
Ach Gott, was für ein armer Tropf
Sie wollen gern im Fernseh´n sein
Und bilden sich darauf was ein
Ob Dschungelshow oder die Alm
Im Geiste musst du sein ganz arm
Am besten Promi 3. Klasse
Vor so viel Blindheit ich erblasse
Das schlimme ist, es fasziniert
Und viele schauen ungeniert
Den größten Mist im Fernsehn an
Als ob da wär was b´sondres dran
Wenn man da sieht: Es sinn nur Deppen
Da sollte man schnell weiterzappen
Nicht alles was im Fernsehn ist
Auch gut für die Verdauung ist
Denn solch ein Blödsinn bläht sich auf
Am besten wär´s man pfeift da drauf
Stattdessen sollte man viel mehr
Von dem, was kommt zu uns bald her
Erzählen, reden, schreiben viel
Denn das hat schließlich viel mehr Stil
Es geht um Zukunft und um Schwung
Um massenhaft Begeisterung
Sie kommen, sprechen viele Zungen
Sind aus der ganzen Welt entsprungen
Junge Christen, die man mag
Und kommen zum Weltjugendtag

Das passt uns und kommt wie bestellt
Rechtenbach trifft die Jugend der Welt

Der Papst lädt ein und Gott sei dank
Obwohl er alt ist und auch krank
Die Jugend ist ganz fasziniert
Weil unser Papst ganz ungeniert
Die Jugend sehr zu schätzen weiß
Und gibt so manchen Lob und Preis
Weil er grad dort die Zukunft sieht
Die Jugend hat halt Dynamit
So nennt der Papst die Jugend ganz:
„Meine Freude und mein Ehrenkranz!“
Das sollte uns zu denken geben,
weil wir die Jugend schnell mal eben
ohne all zu viel Respekt
halten gar für viel zu keck
sie scheint manchem gar so schlimm
weil es fehlt an dem Benimm
doch schaut man in den Spiegel dann
entdeckt man auch vielleicht spontan
dass man ja selber Jugend war
und dabei merkt, ganz sonderbar
dass auch nicht alles bestens lief
selbst da ging manches bestens schief
drum kommt zu uns jetzt aus den Ländern
von nah und fern aus allen Rändern
junge Christen, um zu zeigen
dass doch noch viele Gott bezeugen

Das passt uns und kommt wie bestellt
Rechtenbach trifft die Jugend der Welt

Das Jammern ist bei uns Volkssport
ist zu hören immer dort
Wo Menschen fehlt die Perspektive
Sie seh´n nicht mehr das Positive
Es ist auch schwer, zu sehn noch Glanz
Wenn es fehlt an Arbeit ganz
Es kommen wenig Kinder, weil
nicht viele seh´n darin ihr Heil
Man jammert: Es ist doch nichts los
Bei uns im Dorf ist tote Hos´!
Und statt sich endlich zu bewegen
sich aus dem Sessel zu erheben
Setzt man sich lieber in die Ecke
Und stiert lethargisch an die Decke
Doch wie soll da sich was verändern,
wenn wir nur immer wieder stänkern.
Wenn einer packt Probleme an
und tut, was er so leisten kann,
haut mancher ihm noch Prügel rein
Das findet keiner wirklich fein
Da sollten wir von Jesus lernen
selbst wenn es erst noch ist im Fernen
Das Licht im Dunkeln zu erkennen
Und auch mal das dann zu benennen
Was Grund uns gibt zur Dankbarkeit
Und uns im tiefsten Herzen freut
Die Jugend, die aus armen Landen
Bei uns in Rechtenbach wird stranden
Die werden uns wohl schnell belehren
Dass man, auch wenn man muss entbehren,
des Lebens Reichtum, Hab und Gut
man trotzdem strotzt vor Lebensmut
Der Glaube an das Licht von Gott
macht jeden müden Krieger flott
Im Luxus arm, doch reich an Glauben
So können sie den Frust entstauben

Das passt uns und kommt wie bestellt
Rechtenbach trifft die Jugend der Welt

Doch man schöpft manchmal den Verdacht
Als Christ, da wird man ausgelacht.
Nicht jeder kann es akzeptieren,
wenn man sich gern tut engagieren
für die Kirche und den Glauben
ein mancher will den Mut da rauben
der will sich doch nur wichtig tun
und nur beim Pfarrer sich ausruhn
damit er immer anerkannt
und wird geachtet Hoch von Stand
doch sollte der so kritisch mault -
die Anmerkung sei mir erlaubt -
den Blick auf Jesu Worte werfen
das könnte ihm wohl weiterhelfen.
Denn Salz, das den Geschmack verliert,
das taugt nichts und ist degradiert
Wer nur nicht aneckt, sich nicht traut
und nur dem Engagement misstraut
Der trägt selbst nicht zum Aufbau bei,
was bringt schon seine Pöbelei?
Da lassen wir es uns gefallen
Wenn selbst der Herr hält von uns allen
Dass wir das Licht der Erde sind
Solange wir sind Gottes Kind
In diesem Glauben leben wir
Darin sind nicht alleine wir
Weltweit sind wir das Licht auf Erden
Und können so Gemeinschaft werden
So freuen wir uns auf August
Weil dann zu uns kommt voller Lust
Ne internationale Schar
Von jungen Christen wunderbar

Das passt uns und kommt wie bestellt
Rechtenbach trifft die Jugend der Welt

Gott sagt uns, macht uns selbstbewusst
Kämpft gegen Dunkles und den Frust
Ihr seid das Licht und Salz der Erden
Wenn ihr wollt, dann kann es werden
Dass der Glaube wächst, gedeiht,
durch euch wird der Weg bereit
Hebt das Licht und lasst es leuchten
So könnt ihr ganz leicht verscheuchen
Glaubensfrust und manchen Ärger
Denn Gottes Licht ist immer stärker
Denkt dran, ihr seid nicht allein
Denn die Welt ist ja nicht klein
Es kommt zu euch aus Afrika,
Asien und Amerika
Und Europas Jugendschar
Christen sind auch dort nicht rar
Öffnet uns den Horizont
Zeigt uns allen ganz gekonnt
Dass ein Licht nicht viel hell macht,
doch erstrahlt in heller Pracht
wenn ganz viele gern verstrahlen
die aus internationalen
Ländern sind bei uns zu Gast.
Wer das kann und es erfasst
Spürt dann schnell, welch Chance kommt
Wie man sich daran erfrommt
Denn trotz mancher Sprachbarriere
Wird es für uns eine Ehre
Und ne echte Freude sein
So ein Glaube bleibt nicht klein

Das passt uns und kommt wie bestellt
Rechtenbach trifft die Jugend der Welt
So wie die drei Weisen zum Kind herkamen
So kommt die Jugend der Welt, ich sag: AMEN.

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