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Versprochen ist versprochen

Wallfahrt zum Felskirchle in Lohr

Seit „ewigen Zeiten“ wallen die Rechtenbacher zum Felskirchle nach 
Lohr aufgrund eines abgelegten Versprechens. Gläubige Menschen aus 
unserem Dorf haben in einer Notzeit offensichtlich dem Patron 
gegen Tierseuchen, dem hl. Wendelin, ein Gelübde gemacht. Ziel ihrer
jährlichen Bitt- und Dankwallfahrt ist bis heute das Felskirchle in Lohr, 
in dem der hl. Rochus besonders verehrt wird. Er ist ebenfalls ein 
Seuchenpatron, der in Pestzeiten besonders angerufen wurde.

Dieses Jahr kann und darf unsere Wallfahrt coronabedingt nicht 
stattfinden: im Felskirchle kann keine Messe gefeiert werden, 
Wallfahrten sind genehmigungspflichtig, ein „Schutzkonzept“ macht die 
Prozession schier undurchführbar, Blasmusik bei Prozessionen ist auch 
nicht vorgesehen (Aerosol) bzw. nur mit entsprechendem Abstand.

Aber: Versprochen ist versprochen! Durch die Corona-Pandemie erfährt 
unser Rechtenbacher Gelübde eine nicht erwartete Aktualisierung, 
sodass ein einfaches Entfallenlassen mehr als geistlos erscheinen würde. 
So wie unsere Vorfahren ihre Hoffnung auf Gott gesetzt haben und 
deshalb die Heiligen um ihre Fürsprache anriefen, so wollen wir das 
angesichts der aktuellen und sehr vielschichten Krise auch tun. 
Deswegen versammeln wir uns dieses Jahr in der Kirche und werden mit 
aktuellen Gebeten die gegenwärtige „Seuche“ vor Gott bringen. 

Auch wenn wir die Wallfahrt wie gewohnt nicht durchführen können, 
erfüllen wir so am Gedenktag des hl. Wendelin unser Gelübde und holen 
es wieder in die Gegenwart. Deshalb herzliche Einladung am Dienstag, 
20. Oktober

18.00 Uhr Bittgebet in der Coronakrise für alle Betroffenen
18.30 Uhr Hl. Messe zu Ehren des hl. Wendelin

 

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